Druckerei und Büromaterial

Druckbranche und Büromaterialhersteller sehen optimistisch in die Zukunft. Die Druckbranche gilt im Ausland als technisch innovativ und sehr kompetent. Im Preisniveau wird Österreich allerdings in der Hochpreispolitik angesiedelt.

Druckbranche und Büromaterialhersteller in guter Stimmung

Die Druckbranche sieht optimistisch in die Zukunft. Insgesamt waren 2010 13.124 Arbeitnehmer/-innen bei einem Gesamtumsatz von 2.484 Mio. Euro in der Erzeugung von Druckerzeugnissen angestellt (Statistik Austria). Im Jahr 2010 wurden Büro- und EDV-Maschinen im Wert von 2.417 Mio. Euro nach Österreich importiert. Der Anteil betrug 2,1 %. In der Druckbranche wurden 2010 585 Arbeitgeberunternehmen mit 10.516 Beschäftigten gezählt (vgl. HVSV).

In der Herstellung von Papier, Pappe und Waren konnten 2010 16.588 Menschen mit einem Gesamtumsatz von 5.940 Mio. Euro beschäftigt werden. Die abgesetzte Produktion belief sich im Jahr 2010 auf 3,54 Mrd. Euro. In der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten wurden 2010 18.892 Angestellte gezählt. In der Erzeugung von Möbeln und sonstigen Möbel (Büromöbel) konnte 2010 ein Umsatz von 6.039 Mio. Euro generiert werden (vgl. HVSV/Statistik Austria). Die Ausgaben des Gesamtstaates im Bildungswesen betrugen im Jahr 2010 10,9 %. Von diesen Ausgaben konnten die Druckbranche und Büromaterialhersteller profitieren (vgl. Statistik Austria).

Exportgeschäft verzeichnet gute Zahlen

In der Herstellung von Druckerzeugnissen wurde 2010 ein Auslandsumsatz von 895 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Exportquote lag 2010 bei 36 %. Die österreichischen Ausfuhren von Büro- und EDV-Maschinen beliefen sich im Jahr 2010 auf 1.033 Mio. Euro und konnten im Vergleich zum Vorjahr um 60 Mio. Euro gesteigert werden. Der Anteil an den Ausfuhren von Büro- und EDV-Maschinen aus Österreich machte 2010 0,9 % aus (vgl. Statistik Austria).

In der Herstellung von Papier, Pappe und Waren konnte der Auslandsumsatz 2010 4.108 Mio. Euro mit einer Exportquote von 69,2 % verzeichnen. Im Export von Möbeln und sonstigen Möbeln (Büromöbel) wurde 2010 ein Auslandsumsatz von 2.521 Euro erreicht. Die Exportquote betrug bei Möbeln 30,7 % und bei sonstigen Möbeln (Büromöbel) 48,5 % (Statistik Austria). Zum österreichischen Exportsieger zählt Oberösterreich als führender Export-, Industrie- und Technologiestandort (vgl. WIFO 2010).

Aufschwünge durch Qualitätssiegel „Umweltzeichen“ 

Viele Druckereien drucken gemäß den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens und sind nach diesem zertifiziert. Das Zeichen steht für umweltfreundliche Qualität und wird gerne als Verkaufsargument herangezogen. Druckereien, die mit dem Umweltzeichen prämiert wurden, erfreuen sich einer zunehmenden Auftragsvergabe (vgl. www.umweltservice-salzburg.at).

Abschwünge durch Social Media

Aufgrund der Zunahme von Social Media, Onlinetageszeitungen, E-Books, Book on Demand-Anbietern, Hörbüchern und Digitalverlagen werden Medien in Zukunft anders transportiert. Durch die Veränderung der literarischen Verwertungskette leidet nicht nur die Druckbranche, sondern auch das Lesekonsumverhalten in Druckform (vgl. Die Presse, www.diepresse.com).

Image im Ausland

Die österreichische Druckbranche gilt im Ausland als technisch innovativ und sehr kompetent. Im Preisniveau wird Österreich allerdings in der Hochpreispolitik angesiedelt. Problematisch betrachtet werden ausländische Druckereien, die von heimischen Firmen zu Dumpingpreisen beauftragt werden.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)