Österreichischer Exportpreis für Henn

Henn wurde mit dem Exportpreis in Gold in der Kategorie Gewerbe & Handwerk ausgezeichnet und expandiert in Vorarlberg weiter.

Der Hersteller von Schnellkupplungen Henn erreicht eine Exportquote von knapp 99 Prozent und ist mit Vertretungen in den USA, China, Korea, Japan, Brasilien und Frankreich vor Ort präsent. Weltweit vertrauen aktuell 33 Automobilhersteller auf die Technologie von aus Dornbirn.

Ab 2017 mit mehr Fläche

Das Unternehmen hat nun den Exportpreis in Gold in der Kategorie Gewerbe & Handwerk verliehen bekommen. Aktuell investiert Henn in die Erweiterung des Standortes. Gemeinsam mit der F.M. Hämmerle Holding AG werden rund sechs Millionen Euro in den Ausbau eines bestehenden Gebäudes in Steinebach/Dornbirn investiert, dadurch könne die aktuell von Henn genutzte Fläche von 2.500 m2 auf rund 4.500 m2 fast verdoppelt werden. Bezogen wird der neue Standort Ende 2017.

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Henn, Harald Hartmann (Leiter Technik, links), Martin Ohneberg (CEO, rechts), Exportpreis in Gold

HC.water in Serienfertigung

Das Hauptprodukt von Henn sind Schnellkupplungen – eine neue Verbindungstechnologie für Leitungs- und Rohrverbindungen, die die bestehenden Schraubgewinde und Federbandschellen nach und nach ersetzt.

Anfang des Jahres hat Henn mit der Serienfertigung der neu entwickelten Schnellkupplung für Kühlwasser HC.water begonnen. „Wir rechnen in diesem Bereich im Jahr 2021 etwa 26 Millionen Stück verkaufen zu können“, sagt geschäftsführender Gesellschafter Martin Ohneberg.

Investitionen für Nachfolgeprodukte

Aktuell arbeitet das Team von Henn an der Entwicklung einer neuen Ladeluftkupplung, die im Juli 2017 voraussichtlich auch in Serie gehen wird. „HC.air wird das Nachfolgeprodukt des Henn Connectors, kurz HC. Diese Verbindungselemente für Ladeluftsysteme sind seit 1990 unser Kerngeschäft. Insgesamt investieren wir in dieses Nachfolgeprodukt rund 24 Millionen Euro in neue Anlagen, Werkzeuge sowie in die laufende Weiterentwicklung unseres Know-Hows“, so Ohneberg.

USA und China als Wachstumsmärkte

Henn profitiert vor allem von der erwarteten Steigerung der Automobilproduktion bis 2030 von derzeit knapp 80 Millionen Fahrzeuge pro Jahr auf dann rund 125 Millionen. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Abgasnorm „EURO 6“. Ohneberg erwartet überproportionales Wachstum vor allem in den USA und in China.


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