‚Open Austria' im Silicon Valley

Ein Opening in San Francisco – mit Liveschaltung aus Wien: WKÖ-Vizepräsident Roth und Außenminister Kurz eröffneten von Österreich aus ihr gemeinsames ‚Open Austria'-Büro in San Francisco. Ebenfalls virtuell in Kalifornien mit dabei war US-Botschafterin Alexa Wesner (Bildmitte). An der Westküste direkt vor Ort: eine Delegation des BFI Wien.

Das neue Büro des Außenministeriums und der Außenwirtschaft Austria ist als Service- und Anlaufstelle für österreichische Startups, Unternehmen, Investoren und der Wissenschaft im Innovationsraum Silicon Valley konzipiert. Bereits jetzt seien zahlreiche österreichische Unternehmen erfolgreich im Großraum Silicon Valley und San Francisco tätig, heißt es seitens der Initiatoren. Für diese und weitere Newcomer wolle man die Erschließung und Erweiterung von Netzwerken für österreichische Unternehmen und Institutionen weiter vorantreiben.

Rot-weiß-rote Anlaufstelle

Im Büro in San Francisco, angesiedelt im Coworking Space Galvanize, sind die beiden Ko-Direktoren Martin Rauchbauer (BMEIA) und Georg Fürlinger (Außenwirtschaft Austria der WKÖ) im Einsatz. Ziel der beiden Trendscouts wird es sein, Österreich als starken Wirtschafts- und Innovationsstandort zu präsentieren und weiter zu stärken.

Brückenschlag ins Silicon Valley

„Das Silicon Valley ist mit Unternehmen wie Apple oder Uber und einem Drittel des weltweiten Risikokapitals eine der innovativsten Regionen. Nirgendwo sonst auf der Welt existiert eine so beeindruckende Kultur der Innovation und der Risikobereitschaft, sowie die Überzeugung, durch Unternehmertum und die Umsetzung von Ideen die Welt zu verändern“, strich Außenminister Sebastian Kurz im Rahmen der Eröffnung heraus. Mit dem neuen Office wolle er gemeinsam mit der WKÖ „eine Brücke bauen, um österreichische Unternehmen enger an diese Region, ihre Netzwerke und Potentiale anzubinden."

Starthilfe für heimische Unternehmen

Für WKÖ-Vizepräsident Roth ist mit der Eröffnung die nächste Etappe an der Westküste eingeleitet. „Seit 2010 bieten wir für qualifizierte österreichische Startups mit der Technologieinitiative ‚Go Silicon Valley‘ im Rahmen der Internationalisierungsoffensive 'go international' bereits eine Brücke in das Silicon Valley. Mit der jetzigen Initiative werden wir unser Angebot an österreichische Unternehmen ausweiten.“ Das Programm am neuen Standort werde – zusätzlich zum Stützpunkt der Außenwirtschaft Austria in Los Angeles – österreichischen Firmen den Weg zu Venture Capital Firmen, Business Angeles und Industriekontakten erleichtern.

BFI Wien live vor Ort

BFI Wien © BFI Wien

Selfie-Time im Open Austria-Office mit den beiden Bürochefs Martin Rauchbauer (Zweiter von rechts) und Georg Fürlinger (Dritter von rechts): Das Team des BFI Wien mit Geschäfsführerin Valerie Höllinger (Dritte von links).

Zur Eröffnung gratulierte u.a. BFI Wien-Geschäftsführerin Valerie Höllinger, die mit einer Delegation auf Fact Finding Mission im Silicon Valley weilte. Das Bildungsinstitut erhofft sich u.a. frische Ideen für die heimische Start-up-Szene, für die man das Ausbildungsangebot weiter ausbauen möchte.

Die neue Homebase betrachtet Höllinger als Glücksfall. Österreich könne nicht nur sehr viel vom Silicon Valley lernen, sondern umgekehrt mit der aufstrebenden rot-weiß-roten Startup-Szene auch eine gestaltende Rolle in der Innovationshochburg einnehmen, sagte sie anlässlich des Openings. „Es gibt schon zahlreiche heimische Vertreter in der San Francisco Bay Area. Mit dem ‚Stützpunkt‘ Open Austria ist es nun noch leichter für heimische Unternehmen im wichtigsten Innovationsraum der Welt Fuß zu fassen, sich zu vernetzen und die Innovationsmarke Österreich noch besser zu transportieren.“


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