Verpackung

Im Trend liegen umweltfreundliche Pfandflaschen und Verpackungen aus kompostierbaren bzw. biologisch abbaubaren Materialien. Die Exportquote lag im Jahr 2010 bei beachtlichen 69,2 Prozent.

Ohne Verpackung geht’s nicht

In Österreich wurde im Jahr 2010 ein Gesamtumsatz von 5.940 Mio. Euro mit Papier, Pappe und Waren daraus, die unter anderem als Verpackungsmaterial verwendet werden, erwirtschaftet. Ebenso als Verpackungsmaterial dienlich, wurden 2010 in der Herstellung von Kunststoffwaren 5.131 Mio. Euro generiert (Statistik Austria).
Die Einfuhren nach Österreich von Kautschuk, Kork, Pappe, Textilien und Kunststoff haben 2010 mehr als 10 Mio. Euro betragen (Statistik Austria). Das Unternehmen Tetra Pak Austria konnte 2010 mit seinen Verpackungssystemen einen Nettoumsatz von 10 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaften (vgl. Tetra Pak, online). Merck Austria, ebenfalls ein Verpackungsunternehmen, verbuchte 2010 einen Umsatz von 54 Mio. Euro (Merck, online).

Export

Österreich hat im Jahr 2010 4.108 Mio. Euro im Exportgeschäft von Papier, Pappe und Waren daraus, die unter anderem im Ausland als Verpackungsmaterial weiterverkauft werden, umgesetzt. Die Exportquote lag 2010 bei beachtlichen 69,2 %. Im Export von Kunststoffwaren wurde ein Auslandsumsatz von 3.262 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Ausfuhren aus Österreich von Kautschuk, Kork, Pappe, Textilien und Kunststoff beliefen sich 2010 auf mehr als 10 Mio. Euro (Statistik Austria).

Umweltfreundliche Verpackung im Aufschwung

Der Konsument fordert Produkte in umweltfreundlicher Verpackung. Marmelade im Glas (Darbo), Senf und Kren, Bierspezialitäten aus der Glasflasche (Stiegl, Corona, Ottakringer) sind für 40 Mrd. Euro weltweiten Umsatz pro Jahr mit Verpackungsglas bzw. Trinkglas verantwortlich (vgl. www.wirtschaftsblatt.at). Im Trend liegen Pfandflaschen und Verpackungen aus kompostierbaren bzw. biologisch abbaubaren Materialien. Darüber hinaus muss sich die Wirtschaft in Form einer Nachhaltigkeitsagenda (2008-2017) für Getränkeverpackungen verpflichten, Verpackungen so zu gestalten, dass sie zu einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung beitragen können. Weiters muss die Wirtschaft zu einer Reduktion von treibhausrelevanten Gasen beitragen. Bis 2012 sollen 16.000 t Treibgas in Österreich reduziert werden (BMWFJ). Diese Reduzierung bezieht sich auf die Nachhaltigkeitsagenda (2008-2017) und sollte von allen Verpackungsunternehmen wahrgenommen werden.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)