Umwelttechnik

In Sachen Umweltschutzprogramme spielt Österreich in einer Top-Liga. Das Land hat sich durch seine touristische Vielfalt, die Lebensmittelherstellung aus der Region und durch seine biologische Vielfalt ein einzigartiges Image erarbeitet.

Österreich setzt auf Nachhaltigkeit

Allein in Österreich flossen 2008 12,5 Mrd. Euro in den Umweltschutz bzw. Umweltschutzprogramme. 2009 wurden 1.120 Mio. Euro in Maßnahmen zur Reduzierung der Umweltbelastung, sog. End-of-pipe-Technologien, investiert. 2009 betrug der Umweltumsatz 31.497 Mio. Euro bei 178.394 Beschäftigten. Die Umweltdienstleistungen beliefen sich 2009 auf 12.956 Mio. Euro. Mit Umweltgütern konnten 2009 12.102 Mio. Euro sowie 5.908 Mio. Euro mit Umwelttechnologien umgesetzt werden. Der Anteil der Umweltbeschäftigten gemessen an den Erwerbstätigen beträgt derzeit 4,6 % (vgl. Statistik Austria). Im Handel mit Umweltgütern und -technologien wurden 2009 21.430 Menschen beschäftigt. Die Anzahl der Umweltbeschäftigten inkl. Handel belief sich 2009 auf 199.824 (vgl. Umweltstatistik/Statistik Austria). Insgesamt konnten mit dem Umweltumsatz im Management von Energieressourcen 2009 16.642 Mio. Euro bzw. bei erneuerbaren Energien 11.165 Mio. Euro generiert werden (vgl. Statistik Austria).

Staatsausgaben für Umweltschutz

Der Anteil der Staatsausgaben für den Umweltschutz betrug 2010 1 %, im Jahr 1995 schon einmal 2,5 % (Statistik Austria). Mehr als die Hälfte dieser Investitionen stammen von Unternehmen (58,4 %), dem öffentlichen Sektor und privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter, sog. POEs (11,9 %), privaten Haushalten (27,6 %) und der Europäischen Union (2,1 %). 2010 wurden Mess-, Prüf- und Kontrollgeräte, die u.a. in diesem Wirtschaftsbereich zum Einsatz kommen, im Wert von 1.906 Mio. Euro importiert sowie im Wert von 1.858 Mio. Euro exportiert (vgl. Statistik Austria).

Krisenfeste Abfallentsorgung

In Österreich konnten 2010 in der Abfallentsorgung 14.016 Menschen bei 659 Arbeitergebern beschäftigt werden. Die Frauenquote lag bei 20,8 %. Es wurden 2010 +10 Mio. Euro mit der Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstigen Entsorgungen erwirtschaftet. Pro Kopf wurden 105 Tsd. Euro umgesetzt. In der Abwasserentsorgung wurden beachtliche 248 Mio. Euro generiert, was einem Umsatz von 252.000 Euro pro Kopf entspricht. Die Exportquote bzw. der Auslandsumsatz im Abfallgeschäft lag 2010 bei null.

Aufschwünge in Umweltschutzprogramme spürbar

In Österreich wurde das Programm NAMEA (National Accounting Matrix Including Environmental Accounts) ins Leben gerufen, mit dem Ziel, das gesellschaftliche Handeln und dessen Auswirkungen auf unsere Umwelt aufzuzeigen. Das Österreichische Umweltschutzzeichen bürgt als Garant für umweltfreundliche Produkte, ein gesundes Raumklima, die Reduzierung von Schadstoffen in Wohnräumen, ökologische Möbel u.v.m. (Lebensmittelministerium, online). Ein ungebremster Trend wird in der Erzeugung von Biomasse durch recycelbaren Abfall und Kompostmüll beobachtet.

Österreich punktet mit Image im Ausland

In Sachen Umweltschutzprogramme spielt Österreich im Auslandsimage in einer Top-Liga. Das Land hat sich nicht nur durch seine touristische Vielfalt (Skiregionen, Almen), die Lebensmittelherstellung aus der Region, Klimaschutzpreise, den Land-, Forst-, Umwelt- und Wasserschutz und seine biologische Vielfalt ein einzigartiges internationales Image erarbeitet.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)