Tourismus

Österreich weist weltweit die höchste Dichte an touristischen Besuchern je Einwohner auf. Österreich liegt im internationalen Spitzenfeld des boomenden "Spa-Tourismus" und ist ein Vorreiter in der Vermarktung der Gesundheits- und Wellnesstourismusbranche.

Der Tourismus hat sich seit Mitte der 1950er Jahre zu einem sehr bedeutenden Wirtschaftsbereich entwickelt. Historisch gesehen ist die uns bekannte Ausprägung des modernen Massentourismus ein noch junges Phänomen. Dennoch hat der Tourismus einen solch expansiven Charakter angenommen, dass diese Branche, hinsichtlich von Umsatz- und Beschäftigungszahlen, zu einem der weltweit größten Wirtschaftszweige forcierte. Die Rolle des Tourismus für die österreichische Volkswirtschaft ist nicht nur in monetärer Hinsicht interessant, die hohe wirtschaftliche Bedeutung der österreichischen Tourismusbranche impliziert entsprechende Beschäftigungseffekte. Die weltweite Entwicklung des Tourismus kann als durchaus positiv bewertet werden. Internationalen Daten zufolge hat sich der Welttourismus 2010 von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt und zudem das Niveau der Jahre vor der Krise deutlich übertroffen. Der österreichische Tourismus- und Fremdenverkehrssektor ist nicht nur Wirtschaftsmotor und Job-Generator, Österreich weist international die höchste Dichte an Besuchern je Einwohner auf. Zudem verfügt die österreichische Tourismusbranche über Top-Fachkräfte und weltweit geschätzte Kompetenz auf dem Gebiet. Das hohe KnowHow im Tourismus überzeugt Jahr für Jahr Österreich-Besucher und kann zudem bestens exportiert werden!

Merkmale der österreichischen Tourismus- und Fremdenverkehrsbranche

Das geschätzte Gewicht des Tourismussektors an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung erweist sich in den letzten zwei Jahren als stabil. Der Bereich „Beherbergung und Gastronomie“ ist in Österreich überwiegend kleinbetrieblich strukturiert, was sich in Branchendaten und Beschäftigungsgrößenklassen 2011 der Statistik Austria ablesen lässt. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Anteil dieser Betriebe und Unternehmen mehr als ein Viertel der Bruttowertschöpfung des gesamten Tourismusbereiches ausmachen. Der Tourismussektor in Österreich ist durch ein differenziertes Umfeld gekennzeichnet und gilt als standortbezogen. In der Tourismusbranche kann von einem „Multiplikatoreffekt“ gesprochen werden. Dahingehend, dass die Tourismus vor- und nachgelagerte sowie tourismusfremde Branchen umsatzmäßig speist. Wie zum Beispiel die Nahrungsmittelindustrie, der Textil- und Bekleidungssektor wie auch die Verkehrswirtschaft. Der touristische Beitrag (direkte und indirekte Wertschöpfung) lag im Jahr 2010 nach Daten von Statistik Austria und Berechnungen des Wirtschaftsforschungsinstituts Österreich bei 42,8 Mrd. Euro, das impliziert einen Anteil von 15,1 Prozent des BIP. Die Vielfalt des österreichischen Tourismusangebotes zeigt sich unter anderem an den unterschiedlichen Attraktionen und Vorzügen der Regionen und Bundesländer. Stark vorherrschender Sommertourismus findet sich zum Beispiel in nahezu allen Teilen von Kärnten sowie dem Salzkammergut, Wintertourismus dominiert im Arlberggebiet. Kurorte und Städte weisen jedoch eine gemischte saisonale Struktur auf. Im Städtetourismus liegt die Bundeshauptstadt Wien unangefochten auf dem ersten Platz, gefolgt von der Mozartstadt Salzburg und Innsbruck. Mit rund 125 Mio. Übernachtungen im Jahr 2010 sind die Bundesländer Tirol und Salzburg im Spitzenfeld. Das Duo kommt bei der Verteilung der Nächtigungen auf einen Anteil von fast 50 Prozent.

Imageträger mit Mehrwert!

Österreich weist weltweit die höchste Dichte an touristischen Besuchern je Einwohner auf. Mit einer Hotelzimmerdichte von 3,5 Zimmer auf 100 Einwohner (ÖHV, Pressemitteilung 2011) verweist Österreich sogar Tourismushochburgen wie Spanien, Griechenland und Italien auf die Plätze. Zudem hat der österreichische Tourismus eine bemerkenswerte Position im internationalen Wettbewerb erreicht. Das kleine Land lässt mit beachtlichen Marktanteilen aufhorchen: 2,35 Prozent weltweiten Marktanteil an der gesamten touristischen Wertschöpfung fallen auf die Alpenrepublik, der Marktanteil in Westeuropa liegt sogar bei bemerkenswerten 14,13 Prozent (WTO, Österreich Werbung - Tourismus in Zahlen 2011)! Mit sagenhaften 73,4 Prozent (Eurostat 2009) Ausländeranteil liegt Österreich weit vor der Schweiz mit nicht einmal 60 Prozent. Italien, Frankreich und Deutschland reihen sich ebenfalls hinter Österreich ein. Das Trio liegt unter 50% Fremdenanteil bei Übernachtungen.

Überaus positiv entwickeln sich die Zahlen bei Ankünften und Übernachtungen von Gästen aus Zentral- und Osteuropa. 2010 übernachteten rund neun Millionen (Statistik Austria) aus diesem Gebiet in Österreich. Diese Zahl hat sich in den letzten fünf Jahren nahezu verdoppelt!

Wachstumsbranche Wellness- und Gesundheitstourismus – Die Alpenrepublik hat als eines der ersten Länder das „Wellness- und Gesundheitskonzept“ angenommen und höchst erfolgreich umgesetzt. Österreich ist somit nicht nur im internationalen Spitzenfeld des boomenden „Spa-Tourismus“ (Thermen und Heilquellen) anzusiedeln, sondern stellt einen Vorreiter in der Vermarktung der Gesundheits- und Wellnesstourismusbranche dar.

Hinsichtlich des Wachstums touristischer Wertschöpfung erweisen sich der Kultur- und Städtetourismus, der Wintersporttourismus sowie Kurzurlaube im Wellnessbereich als effektive Hoffnungsträger für den österreichischen Tourismus. Mit Kompetenz, KnowHow, Tourismusausbildungsstätten auf höchstem Niveau und Innovationen in der Forschung, wie etwa T-MONA (TourismusMonitorAustria), ein Instrument für das Destinationsmarketing, kombiniert mit der reichen Palette imposanter Landschaftseindrücke, Sehenswürdigkeiten und Qualitätsgastronomie ist und bleibt Österreich für seine Gäste ein Ziel das Mehrwert verspricht und hält!

(Mag. Sandra Hollersbacher)


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