Textilien, Bekleidung, Leder

Heimische Qualitätsprodukte überzeugen durch hochwertige Materialen und Verarbeitung. Neben höchstem Qualitätsstandard gehören Konkurrenzfähigkeit und gute Kundenorientierung zu den Stärken der Textil-, Bekleidungs- und Lederunternehmen Österreichs.

Die heimische Textilindustrie gehört zu den traditionsreichsten Branchen in Österreich. Vor allem das kleine Bundesland Vorarlberg sowie das niederösterreichische Waldviertel mit der Waldviertler Textilstraße können auf lange Tradition in der Textilbranche zurückgreifen. Wie keine andere Wirtschaftsbranche wird der Textilsektor vor immer wieder neue Herausforderungen gestellt und ist seit Jahrzehnten von Umbrüchen betroffen. Aktuellste Neustrukturierung ist der Zusammenschluss der Verbände Textil, Bekleidung, Schuhe und Leder im Jahr 2010. Trotz Wirtschaftskrise, ständig steigender Rohstoffpreise, wie Baumwolle oder Leder und Konkurrenz aus Fernost ist das Label „Made in Austria“ weltweit gefragt. Heimische Qualitätsprodukte überzeugen durch hochwertige Materialen und Verarbeitung. Neben höchstem Qualitätsstandard gehören Konkurrenzfähigkeit und außergewöhnliche Kundenorientierung zu den Stärken der österreichischen Textil-, Bekleidungs- und Lederunternehmen.

Flexibilität, Spezialisierung und Kundenorientierung als zentrales Stärkefeld

Die gesamte Sparte Textilien, Bekleidung, Schuhe und Leder umfasst über 550 Betriebe, die rund 4,5 Mrd. Euro erwirtschaftet. Überwiegend Klein- und mittelbetrieblich strukturiert werden über 24.000 Mitarbeiter beschäftigt. In der Textilindustrie können gegenwärtig drei grundlegende Schwerpunkte konstatiert werden: 1. Garne, Gewebe und Veredelungsprodukte; 2. Heim- und Haustextilien und 3. Technische Textilien. Vor allem die Sparte Technische Textilien mit ihrem breiten Spektrum an Qualitätsprodukten erweist sich mit fast 50% Umsatzanteil als Bereich mit anerkannt großem ökonomischen Potential. Sowohl die Wirtschaftskrise, als auch die erhöhten Rohstoffpreise hat die europäische, wie auch die heimische Textilbranche hart getroffen, welche sich im Jahr 2010 jedoch wieder stabilisierte und weiter im Aufwind ist. In der Textil- und Bekleidungsindustrie, wie auch im Sektor Lederwaren zeichnet sich ein kontinuierlicher Aufwärtstrend ab. Ein Exportanteil in allen vier Teilbranchen (Textil, Bekleidung, Schuhe, Leder) von 75 bis 90 Prozent ist weiteres Zeugnis dafür, dass österreichische Qualitätsprodukte in Textil, Bekleidung und Lederwaren weltweit gefragt sind. Der wichtigste Handelspartner ist die Europäische Union mit Deutschland als Abnehmer Nr. 1 an der Spitze. Speziell in der Bekleidungsindustrie ist höchste Kundenorientierung ein zentrales Stärkefeld heimischer Unternehmen. Die ledererzeugende Industrie weist im Bereich „Leder für Autos, Flugzeuge und Möbel“ sogar ein Außenhandelsquote von rund 90 Prozent auf. (Zahlen und Daten: Fachverband TBSL; Statistik Austria; Wirtschaftsblatt online 09/2008)

Mit Flexibilität, Spezialisierung und KnowHow ist es der heimischen Textilindustrie gelungen sich auf dem Weltmarkt zu etablieren und zudem weitere zukunftsträchtige Geschäftsfelder anzukurbeln. Die Basis für den zukünftigen Erfolg schafft nicht nur die hervorragende Struktur in der Ausbildung von Fachkräften. Auch die Vorbildfunktion Österreichs in der Schaffung von ökologischen Standards im Produktionsbereich sowie die Innovationsfreudigkeit im Hinblick auf neue Trends zeigen, dass Österreich es optimal versteht Tradition und Innovation in der Textilwirtschaft zu vereinen.

(Mag. Sandra Hollersbacher)


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