Neue Technologien

Der Trend in Forschung & Entwicklung zeigt nach oben: Die F&E-Quote hat sich in der letzten Dekade nahezu verdoppelt. Grundstein des Erfolges: Österreichs Kooperationsbereitschaft, mit landesweit über 50 Technologie-, Impuls- und Gründerzentren.

Neue Technologien, Produkt- und Prozessinnovationen geeint mit angewandter sowie Grundlagenforschung sind Grundlage und Triebfeder zugleich für eine zukunftsorientierte Wirtschaft. Österreich verfügt über einen gesunden Mix aus (exportorientiertem) Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsentwicklung, und zeigt eine äußerst hohe Affinität im Bereich Forschung & Entwicklung.

Österreichische Innovationslandschaft

Im Kontext eines weltweit beobachtbaren ökonomischen Strukturwandels nehmen konstante Erfolge im Bereich Forschung, Technologie und Innovation einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Österreich leistet hervorragende Technologieforschung – sowohl in der Grundlagenforschung als auch in angewandter und experimenteller Forschung. Das flächenmäßig kleine Land glänzt mit einer großen Dynamik in Forschung & Entwicklung, wobei sich die F&E-Quote in der letzten Dekade nahezu verdoppelt hat. Europaweit liegt Österreich mit einer Quote von 2,76 % deutlich über den Durchschnittswerten von EU15 und EU27. Auch die Mittelwerte der OECD-Länder und jene der USA werden von der heimischen Forschungsquote übertroffen (Forschungs- und Technologiebericht 2011; BMVIT).

Die ansteigende Beschäftigungszahl von derzeit über 56.000 Vollzeitbeschäftigten in Forschung und experimenteller Entwicklung zeigt zudem, dass der Trend in Forschung & Entwicklung nach oben zeigt. Die Bundeshauptstadt Wien ist mit über 20.000 Beschäftigten Spitzenarbeitgeber, gefolgt von der Steiermark und Oberösterreich. (Statistik Austria, 07/2011). Das Bundesländer-Trio beschäftigt rund Dreiviertel der gesamtösterreichischen F&E-Beschäftigten. Die Bruttoinlandsausgaben lagen im Jahr 2010 knapp unter 8 Mio. Euro – für das Jahr 2011 ist mit einer erfreulichen Steigerung auf rund 8,3 Mio. Euro (F&E Globalschätzung Statistik Austria, 04/2011) zu rechnen. Wesentlicher Grundstein des Erfolges ist die österreichische Kooperationsbereitschaft, mit landesweit über 50 Technologie-, Impuls- und Gründerzentren.

Exportoffensive

Österreichs außenwirtschaftliche Aktivitäten im Bereich „Neue Technologien“ umfassen Produktinnovationen wie auch Prozessinnovationen. Innovationen im Produktbereich zielen auf verbesserte Waren oder Dienstleistungen ab; Prozessoptimierungen implizieren neue oder verbesserte Methoden zur Herstellung von Waren oder Dienstleistungen sowie im Bereich Logistik, Lieferservice und Vertrieb. Mit den heimischen Klein- und Mittelunternehmen als Innovatoren und Produktivkräfte zählt Österreich zu den wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsnationen weltweit und belegt im Ranking der Top-produktivsten KMU's berechtigt international den ersten Platz (World Competitivness Yearbook 2010).

Neben etablierten Bereichen, wie zum Beispiel die Biotechnologie sind Mikro- und Nanotechnologien Zukunftshoffnungen mit äußerst großem Exportpotenzial. International positionieren sich die heimischen Nano-Unternehmen auf dem Gebiet „Spezialanwendungen“ und versorgen den Weltmarkt mit Nanotechnologie zum Beispiel im medizinischen Bereich, der Kunststoffindustrie sowie der Textil- und Autoindustrie.
Hohe Exportorientierung findet sich ebenfalls bei Unternehmen im Bereich Umwelttechnologien. Das Credo dieser Sparte lautet Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Diesbezüglich bestehen in Österreich hervorragende Forschungs- und Entwicklungskompetenzen in Unternehmen und Forschungsinstitutionen.
Auch in einem der weltweit am stärksten wachsenden Wirtschaftszweigen, der Luftfahrtindustrie, sind österreichische FTI-Kompetenzen gefragt. Als zuverlässiger Partner internationaler Flugzeug- und Antriebshersteller, wie etwa Boeing oder Airbus, agieren österreichische Technologieunternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt.

Mit überdurchschnittlich hohen F&E-Investitionen setzen die österreichischen Unternehmen internationale Trends und bereiten den Weg in eine erfolgreiche und innovative Zukunft!

(Mag. Sandra Hollersbacher)