Kreativwirtschaft

Rund um die Digitalisierung in TV, Radio sowie den sozialen Medien und E-Books erlebt die Kreativwirtschaft weltweite Aufschwünge. Österreich genießt hinsichtlich innovativer Produktions- und Dienstleistungsideen, einen enorm guten Ruf.

Österreich punktet durch Kreativität

Die ökonomische Bedeutung und Entwicklung der Kreativwirtschaft waren Schwerpunktthemen des 4. Kreativwirtschaftsberichts, der im Dezember 2010 erschienen ist. Aus dem Bericht geht hervor, dass die Kreativwirtschaft zu einem Wachstumstreiber in Österreich avanciert ist. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre sind die Unternehmensneugründungen in dieser Branche um 10 % gestiegen (KMU Forschung Österreich). Der Umsatz konnte mit 18,5 Mrd. Euro um 25 % gesteigert werden. Jedes zehnte Unternehmen gehört dieser Branche an. 2010 wurden in Österreich 36.100 Kreativunternehmen mit 127.000 Beschäftigten gezählt (vgl. www.creativwirtschaft.at).

Kreativwirtschaft auf der Überholspur

Aufgrund der hohen Umsatzrentabilität mit +5,3 % in dieser Branche können die „Kreativen“ die Zukunft positiv sehen. In fast keiner Branche werden Auftragslage und Umsatzentwicklung besser bewertet. Die direkte und indirekte Wertschöpfung beträgt in der Kreativbranche +11 Mrd. Euro. Die Branche dominiert bei zwei Dritteln der Ein-Personen-Unternehmen mit durchschnittlich 2,5 Beschäftigten (vgl. www.creativwirtschaft.at).

Aufschwung durch Förderprogramme

Derzeit erlebt die Kreativwirtschaft weltweite Aufschwünge, vor allem im Mittleren Osten. Auch Kooperationen mit diesen Ländern werden mit der österreichischen Kreativwirtschaft erfolgreich durchgeführt. Die heimische Unterstützung von Förderprogrammen, „Evolve“ ‒ ein Innovationsförderprogramm (Austrian Wirtschaftsservice und arge creativwirtschaft), trägt zum Aufschwung dieser Branche besonders bei (BMWFJ). Das „iP ImpulsProgramm creativwirtschaft“ (austria wirtschaftssvervice) versucht, KMUs durch gezielte Programme in der Kreativwirtschaft zu fördern. Im Export ergeben sich für die Inneneinrichtungsindustrie enorme Exportchancen. Gerade Länder wie der Iran weisen Marktchancen für österreichische Unternehmen auf. Weitere Aufschwünge verzeichnet die Branche rund um die Digitalisierung in TV, Radio sowie den Social Media und E-Books. Einen spürbaren Trend liefern Kooperationen untereinander, um eine gemeinsame Leistung zu erbringen, so Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ austria wirtschaft. Leimüller betont, dass das Potenzial in dieser Branche noch lange nicht ausgeschöpft sei.

Top-Image im Ausland 

Österreich genießt in der Kreativwirtschaft, insbesondere hinsichtlich innovativer Produktions- und Dienstleistungsideen, einen enorm guten Ruf. Nicht ohne Grund wurde Österreich als erstes Partnerland der Türkei auf der internationalen Messe 2011 in Izmir nahe der türkischen Ägäisküste ausgezeichnet (vgl. www.creativwirtschaft.at).

In Istanbul waren im Rahmen der Design Week 2011 mehr als 100 österreichische Designer und designaffine Unternehmen, u.a. Artweger, Lobmeyr, Schiebel, Wolfort u. v. m., vertreten. Zum positiven Image von Österreich konnten auf der Designmesse in Zürich aufstrebende Labels, u.a. Ina Kent, Nussbag, Art Point, Blumberg u.v.m., beitragen. In der zeitgenössischen Architektur wird Österreich bis 4. Dezember 2012 in São Paulo mit dem Projekt „Flederhaus – come in and hang out“, einem fünfgeschossigen begehbaren Bauprojekt durch die Architekten heri&salli (Wien), repräsentiert (c vgl. www.creativwirtschaft.at).

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)