Holz und Holzindustrie

Die österreichische Holzindustrie liegt stark im Aufwärtstrend. Hauptpfeiler des Erfolges sind die Verbundenheit mit der Natur, das traditionelle, nachhaltige Wirtschaften und innovative Forschung.

Wald ist ein unverzichtbares Element für unsere gesunde Umwelt und grundlegende Basis für einen der wichtigsten Industriezweige unseres Landes. In Österreich leben fast 300.000 Menschen von Wald und Holz, zudem ist der österreichische Wald- und Holzreichtum essentielle Voraussetzung für weitere Wirtschaftszweige – allen voran für die Wertschöpfung der heimischen Tourismusbranche. Österreichs Holzindustrie ist eines der internationalen Zentren im Bereich Holz und gehört zu den wichtigsten Arbeitgebern im Lande. Die Wertschöpfungskette Holz stärkt nicht nur die heimische Wirtschaft, sie ist ein enormer Faktor zur Stärkung der österreichischen Außenhandelsbilanz. Als waldreiches Land hat das Wirtschaften mit Holz in Österreich lange Tradition. Fundierte wissenschaftliche Erfahrung, das Prinzip der Nachhaltigkeit und eine Produktpalette auf höchstem Qualitätsniveau sind das Rückgrat für die internationalen Erfolge der Branche.

Österreich – erste Adresse in Sachen Holz

Der 'Fachverband der Holzindustrie Österreichs' zählt derzeit 1.513 aktive Betriebe, wovon rund 1.200 Unternehmen in den Bereich der Sägeindustrie fallen. Mit über 27.000 Beschäftigten zählt die Holzbranche zu den größten und wichtigsten Arbeitgebern in Österreich, wobei sich das Beschäftigungsniveau mit rückwirkendem Blick auf die Arbeitnehmerzahlen als äußerst stabil erweist. Bei den Anteilen der Bundesländer am Produktionswert ist die waldreiche Steiermark klar in Führungsposition, gefolgt von Niederösterreich und Oberösterreich. Bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise im Jahr 2008 war auch die Holzindustrie von Produktionsrückgängen betroffen. Die aktuellen Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010 (Statistik Austria) jedoch zeigen, dass sich die österreichische Holzindustrie nicht nur erholt hat sie liegt stark im Aufwärtstrend. Im Kontext der Konjunkturstatistik beträgt die Produktionsleistung 6,87 Mrd. Euro – das entspricht einer Vorjahressteigerung von mehr als zehn Prozent! Zwar gilt die die Holzindustrie als stark exportorientierte Branche, der 'Pro-Kopf-Verbrauch' der Österreicher an Holz spiegelt die Verbundenheit der österreichischen Bevölkerung mit dem Naturprodukt wider. Informationen der Universität für Bodenkultur in Wien zufolge ist Österreich im Holzverbrauch nicht nur in Europa, sondern weltweit Spitzenreiter.

Holzwirtschaft - einer der stabilsten Außenhandelsfaktoren in Österreich

Die Holzwirtschaft ist traditionell eine sehr exportorientierte Branche, die Außenhandelsquote liegt seit Jahren über der '70 Prozent-Marke', dem, der Holzindustrie nachgelagerten Sektor – die Papierindustrie glänzt sogar mit einer Exportquote von über 85 Prozent (siehe Papier- und Zellstoffindustrie). Der Industriezweig „Holz“ weist kontinuierlich eine positive Handelsbilanz auf, im Jahr 2010 steigerte die Branche ihren Handelsbilanzwert um fast 19 Prozent gegenüber dem Jahr 2009.

Mit einer Exportquote von rund 73 Prozent und einem Gesamtvolumen von über fünf Mrd. EUR (vgl. Statistik Austria: 2010) erweist sich die Holzindustrie als stabiler Faktor der österreichischen Außenhandelsbilanz, welcher sie auch im internationalen Jahr des Waldes 2011 sein wird. Stärkster Abnehmer von österreichischen Holzprodukten sind die EU-Länder mit den Hauptabnehmern Italien und Deutschland. Die Märkte in Asien (bspw. Japan) und Amerika sind nach wie vor stark im Kommen.

Bei Betrachtung der Daten der gesamten Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier (inkl. Papier- und Zellstoffindustrie) weist die Holzbranche ein Exportvolumen von rund 8,7 Mrd EUR (vgl. FHP, Kooperationsplattform Forst, Holz, Papier) auf und stärkt die österreichische Außenhandelsbilanz mit einem Überschuss von 3,42 Mrd. EUR – mit diesem Exportüberschuss bewegt sich der Wirtschaftszweig „Holz- und Holzindustrie“ auf annähernd gleichem Niveau wie das „Bilanz-Zugpferd“, die Tourismusindustrie. Hauptpfeiler des Erfolges der österreichischen Holzindustrie sind die Verbundenheit mit der Natur, das traditionelle, nachhaltige Wirtschaften mit dem Naturprodukt Holz in Verknüpfung mit innovativer, wissenschaftlich fundierter Forschung. Ebenso trägt eine engmaschige Organisationsstruktur in der österreichischen Holzwirtschaft und die hohe Qualität der Produkte zu internationalen Erfolgen bei. Holz aus Österreich: Tradition triff Zukunft!

(Mag. Sandra Hollersbacher)