Gesundheit und Medizintechnik

Produktinnovationen, heimisches Know-how, Softwareentwicklung, hoher Innovationsgrad und moderne Forschung: Der Ruf im Ausland ist in der Medizintechnik, Telemedizin und Labordiagnostik besonders gut.

Die Medizintechnik wird für die nächsten Jahre als krisensicherer Wirtschaftszweig eingeschätzt. Für viele Unternehmen hat sich das Zuliefergeschäft als stabile Branche und Forschungsmotor am Gesundheitssektor bewährt (Ärzte Exklusiv). Der Verbraucherpreisindex liegt in der Gesundheitspflege bei 108,5 % und verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,6 % (Statistik Austria).

Enorme Investitionen in Krankenhäuser und medizinisches Know-how

Das österreichische Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigte 2010 insgesamt 229.092 Arbeitnehmer/-innen, so der Hauptverband der SV-Träger. In Österreich werden aktuell 266 öffentliche und private Krankenanstalten inklusive Sonderkrankenanstalten, Sanatorien, Rehaeinrichtungen und Pflegeanstalten gezählt (Statistik Austria). In unserem Land werden derzeit 21.752 Ärzte/Ärztinnen, 53.970 Pfleger/-innen, 1.883 Medizintechniker/-innen und 18.000 niedergelassene Ärzte/Ärztinnen gelistet (Statistik Austria). Mehr als 70 % der Österreicher/-innen haben in den „letzten vier Wochen mind. einmal eine medizinische Dienstleitung“ in Anspruch genommen. Darunter fallen 81,4 % der Österreicher/-innen, die eine ambulante Behandlung durch Spitals- oder Unfallambulanz „vor mehr als 12 Monaten oder nie“ in Anspruch genommen haben (Statistik/Austria).

Durch den Aus- und Neubau von Krankenhäusern, der in die Millionen Euro geht, steigt die Krankenhausqualität in Österreich enorm. Die Staatsausgaben im Gesundheitswesen liegen jährlich bei mehr als 150 Mio. Euro (Statistik Austria). Demnach beschäftigt die Medizintechnik in Österreich mehr als 11.000 Mitarbeiter mit einem Umsatz von 3,1 Mrd. Euro in den vergangenen Jahren; die Forschungsquote betrug ca. 4,6 % des erwirtschafteten Umsatzes (Pharmig, Statistik Austria, Wifo).

Export von Medizintechnik und Gesundheitsversorgung ungebremst

Die österreichischen Ausfuhren betrugen bei medizinischen und pharmazeutischen Erzeugnissen im Jahr 2009 5.549 Mio. Euro und 2010 6.229 Mio. Euro. Der Anteil in Prozent beläuft sich auf 5,7 (Statistik Austria). Der Export hat in den vergangenen Jahren glänzende Zahlen geschrieben. Allein in Österreich konnten jährlich mehr als 2,25 Mrd. Euro nur im Exportgeschäft erwirtschaftet werden (Pharmig Statistik Austria, Wifo). Die Ausfuhr medizinischer und pharmazeutischer Erzeugnisse ist jährlich ungebremst gestiegen und betrug im Jahr 2008: 46.638 Mio. Euro, 2009: 35.292 Mio. Euro und 2010: 41.365 Mio. Euro das entspricht einer Exportquote von 37,8 % (Statistik Austria). Zum österreichischen Exportsieger zählt Oberösterreich als führender Export-, Industrie- und Technologiestandort (WIFO 2010).

Medizintechnik genießt im Ausland einen guten Ruf

Der Ruf im Ausland ist in der Medizintechnik bzw. Telemedizin und Labordiagnostik besonders gut. Produktinnovationen, heimisches Know-how, Softwareentwicklung, hoher Innovationsgrad und moderne Forschung runden das Imageprofil im Ausland ab.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)