Energie und Naturressourcen

Das heimische exzellente Know-how stößt auf enormes Interesse im Ausland. Österreich konnte aufgrund seines frühen Einsatzes zukunftsweisender Methoden durch erneuerbare Energie eine Technologieführerschaft erreichen

Österreich springt auf den Zug „erneuerbare Energien“ auf

Der österreichische Gesamtumsatz betrug 2010 in der Energie- und Wasserversorgung 33.179 Mio. Euro (Statistik Austria). Durch die intensive Nutzung „erneuerbarer Energien“ u.a. durch Wasserkraft, Biomasse inkl. Abfälle können 78,1 % der österreichischen Energieproduktion abgedeckt werden (BMWFJ). Der Rest wird durch die Verbrennung von Erdgas (14 %) und Erdöl (9 %) zur heimischen Energiegewinnung gedeckt, wo Österreich auf den Import angewiesen ist (BMWFJ).

Die abgesetzte Produktion in der heimischen Wärmeversorgung belief sich im Jahr 2010 auf 6,65 Mrd. Euro. Das nominelle Bruttoinlandsprodukt für Energie- und Wasserversorgung machte im Jahr 2010 6,83 Mrd. Euro aus. Das reale BIP büßte 2010 -1,0 % ein im Vergleich zum Vorjahr von +5,8 % bei 40.832 Beschäftigten und 450 Arbeitgeberunternehmen in diesem Wirtschaftsbereich. Der Verbraucherindex lag 2010 bei 117,1 mit +2,6 % im Vergleich zum Vorjahr (vgl. Statistik Austria 2011).

Positive Signale vom Export

Das heimische exzellente Know-how stößt auf enormes Interesse im Ausland. Die Exportquote lag 2010 bei 32,3 % und erreichte einen Auslandsumsatz von 10.594 Mio. Euro. Mit der Ausfuhr von Brennstoffen und Energie aus Österreich konnten 2010 3.550 Mio. Euro generiert werden (Statistik Austria). Der Großteil der Energieexporte fällt auf Gas (44,5 %), Öl (29,9 %), elektrische Energie (20,9 %) und erneuerbarer Energie (4,7%) (vgl. www.bmwfj.gv.at).

Neuer Boom bei Ökostrom

Rund 2/3 der Ökostromanlagen werden von Windkraftwerken betrieben. Mehr als 15 % der Energie werden durch flüssige bzw. gasförmige Biomasse hergestellt. Österreich spielt im EU-Vergleich in Sachen „erneuerbarer Energie“ hinter Lettland, Schweden und Finnland in einer Topliga (BMLFUW). Die Erzeugung von Biomasse durch Biogas, Hackgut- und Pelletsheizsystemanlagen ist gefragter wie nie zuvor (BMWFJ). Generell ist zu beobachten, dass sich Österreich in Sachen Energieeffizienz auf dem Vormarsch befindet. Im Jahr 2006 ging erstmals der „energetische Verbrauch“ in Österreich auf 1092,8 PJ zurück, d.h., es wurde weniger Energie für Beheizung, Warmwasser und Strom eingekauft. Erfreulich ist die Prognose, dass sich der Anteil der Stromerzeugung aus Wind, Sonne und Solarkraft, Biomasse durch Abfall und Geothermie von 1,3 Gigawatt (GW) (2006) bis 2020 auf über 3,0 GW verdoppeln wird. Das Ziel ist, 85 % des heimischen Stromverbrauchs aus erneuerbarer Energie abzudecken (vgl. Statistik Austria, APA, online).

Positives Image auch im Ausland

Der österreichische Ruf im Ausland ist in punkto Innovationen und Nachhaltigkeit durch erneuerbare Energien hervorragend. Österreich konnte aufgrund seines frühen Einsatzes zukunftsweisender Methoden durch erneuerbare Energie (Biomasse, Solarenergie, Wasserkraft) eine Technologieführerschaft erreichen.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)