Elektrik und Elektronik

Österreichs Elektro- und Elektronikbranche fällt im Ausland durch Produktvielfalt, Innovationsbereitschaft, Know-how und Forschung auf, was die Exportquote von 69,7 Prozent demonstriert.

Österreich punktet in Sachen Elektronik

In Österreich wurde im Jahr 2010 in der Herstellung elektronischer Ausrüstungen ein Gesamtumsatz von 10.742 Mio. Euro erwirtschaftet, wobei der Umsatz pro beschäftigte Person 1.000 Euro ausmachte. Es wurden 2010 in dieser Branche +3.044 Arbeitgeberunternehmen gezählt (vgl. www.wifo.at). Die Einfuhren von elektrischen Maschinen und Geräten ergaben 2009 5.353 Mio. Euro bzw. 2010 6.640 Mio. Euro und entsprechen 5,9 %. Allein in Österreich waren 2007: 49.230, 2008: 50.201, 2009: 47.376 und 2010: 47.605 Arbeitnehmer/-innen beschäftigt. Die abgesetzte Produktion verzeichnete in den Geschäftsjahren 2007: 13,60 Mrd. Euro, 2008: 13,71 Mrd. Euro, 2009: 11,92 Mrd. Euro und 2010: 13,13 Mrd. Euro in der Elektro- und Elektronikindustrie (Statistik Austria). Das Wirtschaftsforschungs-Institut bestätigt 2010 Industrieinvestitionen von 601 Mio. Euro in dieser Branche. Die Investitionsquote ergab 2010 4,6 % (WIFO). In der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen wurden im Jahr 2010 4.347 Mio. Euro umgesetzt (vgl. Statistik Austria). Nicht zu unterschätzen ist das in Österreich stark zunehmende „Distance Selling“ ‒ der Kauf von Elektronikprodukten über das Internet (KMU Forschung). Oberösterreich punktet in Elektrotechnikausbildung, -forschung und -betrieben (KMUs und Großunternehmen) an Vielfalt.

Exportergebnisse erfreulich

Der Auslandsumsatz von elektronischen Ausrüstungen betrug im Jahr 2010 7.487 Mio. Euro. Die Ausfuhren für elektrische Maschinen und Geräte beliefen sich 2009 auf 6.244 Mio. Euro und 2010 auf 7.897 Mio., was 7,2 % entspricht. Die Exportquote lag bei beachtlichen 69,7 %. In der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen sowie optischen Erzeugnissen wurden 2010 3.691 Mio. Euro im Exportgeschäft umgesetzt. Die Exportquote belief sich auf 84,9 %. 70,5 % der Ausfuhren fanden im EU-Raum statt, die restlichen gingen nach Amerika, Asien und an die EFTA (vgl. Statistik Austria).

Image im Ausland

Das Image in dieser Branche im Ausland ist mehr als positiv. Österreich fällt im Ausland durch Produktvielfalt, Innovationsbereitschaft, Know-how und Forschung auf, was die Exportquote von 69,7 % in dieser Branche demonstriert.

Ohne Abschwung kein Aufschwung

Die Branche erlebt seit Jahren Aufschwünge in der Autozulieferer- bzw. sonstigen Zulieferindustrie. Aufschwünge werden in Nischen verzeichnet. KMUs können in der ausführlichen Beratung gegenüber Elektrogroßhändlerketten punkten. Das Internet als Vertriebskanal mit Elektronikartikeln steigt massiv an. KMUs in dieser Branche spüren einen massiven Preisdruck gegenüber Elektrogroßhändlerketten. Die Elektrogroßhändlerketten untereinander nehmen einen massiven Konkurrenzkampf, aber auch Preisdumping wahr.

(Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)