Automotive

Im "Autoland" Österreich werden jährlich mehr als 400.000 Automobile gefertigt. Der ausländische Automobilmarkt stellt den heimischen Autobauern und Zulieferern ein sehr positives Zeugnis aus.

In Österreich dominieren die Autobauer - Die Fahrzeugindustrie zählt zu einer der wichtigsten Industriezweige im „Autoland“ Österreich. Jährlich werden in Österreich mehr als 400.000 Automobile gefertigt. Im Jahr 2010 wurde ein Gesamtumsatz in Höhe von 11.648 Mio. Euro generiert. Die abgesetzte Produktion ergab in der Fahrzeugindustrie im Jahr 2008: 11,41 Mrd. Euro, 2009: 8,37 Mrd. Euro und 2010: 10,44 Mrd. Euro. Die Fahrzeugindustrie beschäftigte im Jahr 2008: 28.890, 2009: 26.336 und 2010: 24.982 Mitarbeiter (vgl. Statistik Austria). In Österreich dominieren die Fahrzeughersteller BMW, Fiat, General Motors (Saab), Magna und MAN (Nutzfahrzeuge). Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Automobilindustrie in Österreich ist die Investitionsbereitschaft internationaler Autokonzerne hoch.

Die Global Player BMW und Magna zählen wohl zu den bekanntesten Investoren im österreichischen Automobilsektor und vor allem im weiteren Ausbau von Standorten. BMW und Magna bereichern die österreichische Automobilindustrie hauptsächlich in der Motorenproduktion im hauseigenen Motorkompetenz- und Entwicklungszentrum in Steyr. In Österreich wurden im Jahr 2010 mehr als 328.563 PKW-Neuzulassungen verzeichnet (Statistik Austria). Allein im April 2011 wurden in Österreich 46.793 Kraftfahrzeuge zugelassen, was gegenüber dem Vorjahresmonat eine Erhöhung um 2,4 % bedeutet (vgl. Austria Presse Agentur, www.apa.online). Zu den bedeutendsten ausländischen Abnehmern zählen u.a. Daimler, Audi und Volkswagen (VW). Einen Trend beobachten die Autohersteller bei der Abnahme von SUVs, wie dem RAV 4 von Toyota. Nicht außer Acht zu lassen sind Nutzfahrzeuge wie Trucks, Busse, LKW, Vans und Transporter. Zu den österreichischen Herstellern und Exportunternehmen zählen MAN, DAF Austria, IVECO, LIAZ, SCANIA u.v.m. Konstant blieben im Vergleich zu den PKW-Neuzulassungen die Neuzulassungen von Lastkraftwagen; Letztere wiesen gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 0,1 % auf (vgl. Austria Presse Agentur, www.apa.online).

Export im Aufschwung

Die Automobilindustrie spielt im Export eine signifikante Rolle. Der österreichische Außenhandel verzeichnet im 1. Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr eine Exportsteigerung. Die Ausfuhr von Maschinen und Fahrzeugen ist jährlich ungebremst gestiegen und betrug im Jahr 2008: +46 Mio. Euro, 2009: +35 Mio. Euro und 2010: +41 Mio. Euro und im 1. Halbjahr 2011 (Jan.-Juni) +23. Mio. Euro. Die Veränderungen zur Vorperiode in Prozent betragen 2008: -2,1 %, 2009: -24,3 %, 2010: 17,2 %. (Jan.-Dez.), 14,2 % (Jan.-Juni) und 2011: 18 % (Jan-Juni) (vgl. Statistik Austria).

Die Branchenexportquote liegt beim Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bei 89,2 % an erster Stelle und 76,6 % beim sonstigen Fahrzeugbau im Jahr 2010 (Statistik Austria). Mithin ist ein wesentlicher Anteil bezüglich des heimischen Exports der Autozulieferindustrie zu verdanken. Der „goldene Osten“ boomt für Autozulieferer wie nie zuvor, da die einheimischen Autobauer nur mehr ein Viertel selbst produzieren. Österreichs Zulieferbetriebe, vorwiegend mittelständische Unternehmen, konnten massive Absatz- und Umsatzerhöhungen verzeichnen. Zu den bekanntesten österreichischen Zulieferbetrieben zählen die „voestalpine motion, KTM, MIBA AG, FAAC, AVL List, Alutech GmbH, AMC, EMCO, EYBL-Konzern, Pankl Racing Systems etc. Die Exportquote beläuft sich in der österreichischen Fahrzeugindustrie auf +87 % und ein Volumen von über 11 Mrd. Euro (vgl. Statistik Austria).

Note 1 im Autobau für Österreich

Abschließend sei erwähnt, dass der ausländische Automobilmarkt den heimischen Autobauern und Zulieferern ein sehr positives Zeugnis ausstellt. Besonders erfolgreich stehen die Bundesländer Oberösterreich/Steyr (BMW und MAGNA, KTM), Wien (General Motors, MAN, SCANIA), Graz (MAGNA) und Salzburg (Porsche/Holding) mit ihren Werken da. Geschätzt werden vorwiegend das österreichische Know-how, exzellente Konstrukteure und deren Technologien. Die österreichische Automobilindustrie genießt in der Branche einen international sehr guten Ruf mit hoher Innovations- und Investitionskraft und einer stetigen Steigerung im Bereich Forschung und Entwicklung. (Mag. Markus Pellischek-Wilsdorf)


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